Ein Theaterstück um Recht und Gerechtigkeit, Revolution und Autorität

von Roberto Widmer
nach dem gleichnamigen Roman von Victor Hugo

Regie: Simon Volkmann

Frankreich. Anfang des 19. Jahrhunderts. Die hehren Ziele der Revolution sind längst mit Füßen getreten.

Ein gestohlenes Stück Brot bedeutete 19 Jahre Haft für Jean Valjean. Nun wird er aus der Haft entlassen …

Da es ihm aufgrund seiner Vergangenheit nahezu unmöglich ist, als freier Mann wieder Fuß zu fassen, verschafft er sich durch die Hilfe eines gutherzigen Bischofs eine neue Identität - wird sogar Bürgermeister einer kleinen Stadt und Fabrikbesitzer.

Doch die Grausamkeit der Gesellschaft zeigt sich auch hier: Valjean sieht, wie die junge Fantine, die für ihn gearbeitet hat und die auf die Straße gesetzt wurde, ihren Körper verkaufen muss, um für sich und ihre kleine Tochter Cosette zu sorgen.

Valjeans Bemühungen, ein besserer Mensch zu werden, geraten zusehends ins Wanken, auch als der Polizist Javert, der den Ex-Sträfling noch aus dessen Haftzeit kennt, ihm nach der Devise „einmal kriminell - immer kriminell“ stetig an den Fersen klebt …

Als Fantine stirbt, hält Valjean sein Versprechen, das er der Sterbenden auf dem Totenbett gab und kümmert sich wie ein Vater um ihre kleine Tochter.

Und als Cosette zu einer jungen Frau herangewachsen ist und mit Valjean nach Paris zieht, lernt sie dort die Ansätze einer neuen Revolution kennen und verliebt sich in einen studentischen Revolutionär.

So nimmt das Schicksal auf der letzten Barrikade der Revolution seinen Lauf …

Das Spiel um Recht und Gerechtigkeit, Revolution und Autorität gipfelt im Pariser Juniaufstand.
Können die Ideale das Blutbad überleben?
Kann es am Ende trotz all des Leids noch Hoffnung geben?
Oder werden hier nur die Weichen für weiteres Elend gestellt?