Spritzige Unterhaltung für laue Sommerabende
Portabühne bietet ihrem Publikum mit "Don Camillo und Peppone und die jungen Leute" italienischen Witz mit Pfiff
Porta Westfalica (mt). Der erste echte Sommerabend, dazu Italien als Schauplatz, zwei Sturköpfe als liebste Feinde und ein spielfreudiges und überzeugendes Ensemble: Die Portabühne hat mit ihrer Premiere von "Don Camillo und Peppone und die jungen Leute" einen Volltreffer gelandet.
Ein Volltreffer ist auch die Besetzung des Don Camillo mit Wilhelm Krückemeier, der den Gottesmann wie schon einmal vor genau 20 Jahren mit einer guten Portion handfester Grundsätze, Schlitzohrigkeit und Temperament ausstattet. Seinen Widerpart, den kommunistischen Bürgermeister Peppone, verkörpert Friedhelm Pape. Auch er hat immer ein klares Ziel vor Augen, das notfalls mit Tricksereien verfolgt wird.
In Brescello ist also alles beim Alten, bis ein paar neue Störenfriede auftauchten. Man schreibt das Jahr 1968 und auch in dem Dörfchen hält die Moderne in Gestalt von Fernsehern, Waschmaschinen und Kühlschränken Einzug, die Peppone in seinem Kaufhaus anbietet. Doch es läuft nicht alles rund. Den Bognonis (Ina Krückemeier und Baruch Hoffart-Le Guellec), intellektuelle Linke aus der Stadt, geht Peppones Geschäft gegen die Ideologie. Und Michele (Matthias Cieslik), der Sohn des Bürgermeisters, hat weder mit der Partei noch mit dem Militär etwas am Hut. Auch Don Camillo hat sein Päckchen zu tragen. Nicht nur, dass er mit "Don Chichi" (Andreas Müller) einen jungen Geistlichen am Hals hat, der vom Bischof geschickt wurde, um Pfarrer und Gemeinde in die Zukunft zu führen, nein, zu allem Übel soll er aus seiner wilden Nichte Cat (Astrid Liebscher, geborene Rüter) wieder eine sanfte Elisabeth zu machen.
In Brescello ist also alles beim Alten, bis ein paar neue Störenfriede auftauchten. Man schreibt das Jahr 1968 und auch in dem Dörfchen hält die Moderne in Gestalt von Fernsehern, Waschmaschinen und Kühlschränken Einzug, die Peppone in seinem Kaufhaus anbietet. Doch es läuft nicht alles rund. Den Bognonis (Ina Krückemeier und Baruch Hoffart-Le Guellec), intellektuelle Linke aus der Stadt, geht Peppones Geschäft gegen die Ideologie. Und Michele (Matthias Cieslik), der Sohn des Bürgermeisters, hat weder mit der Partei noch mit dem Militär etwas am Hut. Auch Don Camillo hat sein Päckchen zu tragen. Nicht nur, dass er mit "Don Chichi" (Andreas Müller) einen jungen Geistlichen am Hals hat, der vom Bischof geschickt wurde, um Pfarrer und Gemeinde in die Zukunft zu führen, nein, zu allem Übel soll er aus seiner wilden Nichte Cat (Astrid Liebscher, geborene Rüter) wieder eine sanfte Elisabeth zu machen.
Ärger über Ärger also, der nicht nur die beiden Kontrahenten in Atem hält und zu ungewöhnlichen Koalitionen zwingt. Matthias Harre hat all das für die Portabühne als spritzige Komödie nach einem Roman von Giovanni Guareschi inszeniert, der zwar die echten Höhepunkte fehlen, die dafür aber das Publikum mit vielen kleinen liebevollen und überraschenden Details erfreut. Da ist zum Beispiel die Jesusfigur am Kreuz, die auf der Portabühne nicht nur spricht, sondern durch Volker Homeier mit einem lebendigen Gesicht ausgestattet ist. Und der Fuhrpark beeindruckt: Da knattern mehrere Vespas über die Bühne, der kräftige Don Chichi entsteigt einem schmächtigen Fiat und Waschmaschinen werden mit einer Ape (dreirädriger Lieferwagen) transportiert. Für den Auftritt des urigen Gefährts gab es sogar Szenenapplaus. Und wenn sich zum Happy End Cat und Michele im Flug vor Don Chichi das Ja-Wort geben, dann fallen aus dem Himmel tatsächlich drei kleine Fallschirme herab. Neben den Schauspielern waren auch Techniker, Bühnenbildner, Kostümschneiderei und Maske in Topform.
Kleiner Wermutstropfen: Ausgerechnet eine Woche vor der Premiere und damit zur intensivsten Probenwoche wurde Regisseur Matthias Harre krank. Dass dennoch an diesem Abend fast alles reibungslos geklappt hat, zeigt, dass auf der Bühne ein echtes Team am Werk ist. Zwei kleine Pannen passen so gut zu den jeweiligen Rollen, als seien sie inszeniert. In einem heftigen Streit mit Don Camillo will ausgerechnet Peppone das Wort intelligent nicht so recht über die Lippen und gleich im nächsten Moment scheitert der Pfarrer an der Technik des Megaphons. Das hätte sich kein Regisseur schöner ausdenken können.
Und wenn dann wie bei der Premiere auch die Rollenbesetzungen mitspielen, mit denen das Ensemble nie proben kann das Wetter und das Publikum dann ist der Erfolg programmiert.
Kleiner Wermutstropfen: Ausgerechnet eine Woche vor der Premiere und damit zur intensivsten Probenwoche wurde Regisseur Matthias Harre krank. Dass dennoch an diesem Abend fast alles reibungslos geklappt hat, zeigt, dass auf der Bühne ein echtes Team am Werk ist. Zwei kleine Pannen passen so gut zu den jeweiligen Rollen, als seien sie inszeniert. In einem heftigen Streit mit Don Camillo will ausgerechnet Peppone das Wort intelligent nicht so recht über die Lippen und gleich im nächsten Moment scheitert der Pfarrer an der Technik des Megaphons. Das hätte sich kein Regisseur schöner ausdenken können.
Und wenn dann wie bei der Premiere auch die Rollenbesetzungen mitspielen, mit denen das Ensemble nie proben kann das Wetter und das Publikum dann ist der Erfolg programmiert.
