Maßgeschneiderte Kulisse für "Rössl"Sommerfrische wie am Wolfgangsee auf der Freilichtbühne PortaVon Oliver Roth Porta Westfalica (oro). Das Erfolgsmusical "Im Weißen Rössl", produziert von Jürgen Morche und dem Mindener Stadttheater, gastierte am Freitag und Samstag noch einmal vor "heimischer" Kulisse. Insgesamt spielte das Ensemble 14 mal vor vollem Haus im Mindener Theater, also Grund genug das Verwirrspiel um den Zahlkellner Leopold und Wirtin Josefa und all die anderen Liebenden auf der Naturbühne der Goethe Freilichtbühne Porta noch einmal aufzuführen. Sicherlich keine einfache Aufgabe, denn die Bühne im Portaberg ist weit aus größer, als die bekannten Bretter, die die Welt bedeuten, in der Stadt. Weite Wege mussten die Schauspieler zurücklegen und eine sonst nicht im Bühnenbild enthaltene Treppe überwinden, über die sogar einmal die komplette Biergartenbestuhlung getragen werden musste. Dies waren aber keine Hindernisse, die das Spiel stoppten oder gar in die Länge zogen, nein, sie bereicherten die Vorführung ebenso wie das Gezwitscher der vorüberfliegende Vögel und das Wetter, das mit seiner Frische an einen Abend am Ufer des Wolfgangsees erinnerte. Die Bergszenen lagen wirklich hoch, der Wald war allgegenwärtig und der Schafberg in Form des Portaberges genau vor der Tür. Einen besseren Platz kann es kaum geben und so saß das Freilufttheater für diese Inszenierung perfekt wie ein Maßanzug. Es war einfach mehr als Theater, es war ein Dolby-Surround Erlebnis mit absolutem Echtheitsfaktor. copyright by mt-online.de 23.07.2002 |
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