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"Knatsch" in Porta -Vorstandswechsel-

"Knatsch" in Porta

Tyrock neuer Vorsitzender der Freilichtbühne

Porta Westfalica (mt). Wolfgang Tyrock ist der neue Vorsitzende der Freilichtbühne Porta. Bei der Jahreshauptversammlung gab es erst einmal "Knatsch" mit seiner Vorgängerin Angelika Rüter, die das Ehrenamt nach acht Jahren an Tyrock weitergab, berichtet Pressesprecher Eduard Schynol.

Er sei sauer auf sie, weil unter ihrer Führung der Verein dastehe, wie eine Eins. Erstmals seien mehr als 900 Mitglieder gezählt und die Freilichtbühne damit der größte Verein der Stadt Porta Westfalica, warf er ihr vor. Die vergangene Saison sei die erfolgreichste der Nachkriegszeit gewesen, mehr als 25 000 Zuschauer sahen "Ronja Räubertochter" und "Der Name der Rose". "Der Zauberer von Oos" habe für eine 98-prozentige Auslastung im Stadttheater Minden gesorgt. Alle Aufführungen von "Der eingebildete Kranke" waren ausverkauft.

Die Jugendgruppe wird von ausgebildeten Eigengewächsen geleitet (Anneke Petersen und Daniela Pohlmann). 60 Kinder werden jede Woche von Conny Horstmann und Carsten Hohmeyer in eine eigene Inszenierung der Kindergruppe eingebunden beziehungsweise proben für das neue Sommerstück und weitere vier Kinder fiebern ihrem sechsten Geburtstag entgegen, damit sie endlich aufgenommen werden können. Die guten Einnahmen der letzten Jahre wurden in die Theatertechnik, in die Erhaltung und Erweiterung der Gebäude investiert. Die Vorstandsmannschaft bleibt fast komplett zusammen.

Als Tyrock dann die ironische Frage an Angelika Rüter stellte, was sie eigentlich für ihn noch zu tun übrig lasse, zeigte das Gelächter der Vereinsmitglieder, dass seine Rede natürlich keinerlei Knatsch im Vorstand beklagte, sondern ein großes Lob für die überaus erfolgreiche Vereinsführung von Angelika Rüter war. Die scheidende Vorsitzende bedankte sich bei der Spielgemeinschaft und versprach, auch weiterhin als Schauspielerin und wo sie sonst noch helfen könne, dabei zu sein.

Geschenk zum Abschied

Und sie konnte auch noch sein besonders Abschiedsgeschenk vorweisen. Durch die Hilfe der Kultur-Stiftung der Sparkasse Minden-Lübbecke wird die Freilichtbühne 2004 eine innovative Inszenierung des "Faust" an ungewohntem Ort erarbeiten. Diese Zusammenarbeit ist von Angelika Rüter angebahnt worden und wird der Bühne ungewohnt großzügige Möglichkeiten eröffnen. Minutenlang Ovationen waren der Dank der Aktiven.

Tyrock bedankte sich bei Andreas "Max" Müller, der nach 14 Jahren aus dem Vorstand ausschied, weil sein Geschäft immer mehr Zeit von ihm fordert. Für ihn übernimmt Martina Alsdorf das Amt der Sozialreferentin und ist jetzt für Jubiläen, Geburtstage, Premierenfeier, kurz das "Innenleben" des Vereins zuständig.

Für die nächste Zukunft steht die Vorbereitung der Sommersaison mit "Dracula" und "Michel in der Suppenschüssel" an. Und ein Jubiläum gilt es vorzubereiten, denn die Bühne wird im Herbst 75 Jahre alt. Das soll im Sommer 2003 gefeiert werden.

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25.03.2002

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