Zur Startseite
 

Der gestiefelte Kater 2002 -Premiere-

Gestiefelter Kater hat Termine frei

Kinder- und Teeniegruppe der Portabühne führt Nachwuchs ans Theaterspielen / 42 Mitwirkende

Der gestiefelte Kater vor dem König "Maximilian von Möchtegern XXVII." Foto: Werner Hoppe

Von Werner Hoppe

Porta Westfalica-Barkhausen (who). Die Kinder- und Teeniegruppe der Freilichtbühne Porta brachte am Wochenende ihr eigenes Sommer-Stück auf die Aula-Bühne der Grundschule Barkhausen. Bei zwei Aufführungen überzeugten sich jeweils gut 200 kleine und große Zuschauer davon, dass Märchentheater live auf der Bühne eine echte Alternative zum Kinderfernsehen ist.

Unter Leitung ihrer Betreuerin Conny Horstmann haben 42 der 60 Freilichtbühnen-Kinder den Märchenklassiker der Gebrüder Grimm in eine originelle und abwechslungsreiche Bühnenfassung umgesetzt. Dass der Kater einen Namen hat, der aus einer moderneren Geschichte entlehnt ist, peppt das Original eher noch auf. "Mikesch" heisst der gewiefte Drahtzieher und Königsmacher für seinen Freund Gottlieb.

Der wird im Lauf von 14 Spielszenen bzw. Bildern und 55 Minuten ohne Pause zum Grafen erhoben. Der damit verbundene Adelsname bringt einen Schuss Lokalkolorit ins Spiel. Als "Graf von Großbeerenbusch" geht Gottlieb ins Eheleben mit Prinzessin Sophie. Das Töchterchen von König "Maximilian von Möchtegern der XXXII" schenkt ihm flugs fünf Kinder und alle miteinander leben fortan glücklich und in Freuden. So gehört es sich für ein ordentliches Märchen.

Die Veränderungen am Original des Grimmschen gestiefelten Katers sind gewollt und stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit der großen Anzahl der Freilichtbühnen-Minis, erklärt Conny Horstmann. Das eigentliche Sommerstück auf der Freilichtbühne sei "Michel in der Suppenschüssel".

Mehr als 20 Kinder könnten aber bei der Inszenierung der Kindergeschichte von Astrid Lindgren nicht mitwirken.

"Damit die anderen nicht leer ausgehen, haben wir ein eigenes Stück gemacht." Für das unterschiedliche Vermögen der Kinder zum Textlernen, so Conny Horstmann weiter, gebe es ein einfaches Rezept: "Wir haben den Text modifiziert für Mutige und für Schüchterne. Wenn ein Kind sich noch nicht so viel zutraut, wird gekürzt. Und wenn ein anderes Kind mehr will, schreiben wir einfach etwas mehr dazu."

Die Inszenierung kommt ohne eigentliches Bühnenbild aus. Was die Kinder brauchen, haben sie selbst produziert. Überhaupt kommen sie fast ohne Erwachsene aus, sieht man einmal von den drei Gruppenleitern ab. Die "Großen" werden nur gefragt, wenn es nicht anders geht. Auch die Kulissen sind selbstgemacht und haben den Vorteil als leicht bewegliches Zubehör überall mit hingenommen und eingesetzt werden zu können.

Das trägt entscheidend zur Mobilität des Stücks bei, das die Kinder gerne noch auf weiteren Bühnen im Mindener Land aufführen möchten. Conny Horstmann spricht für ihre Schützlinge: "Sie würden sich über Einladungen freuen und geben gerne noch mehr Vorstellungen."

Ein Termin für einen weiteren Auftritt des gestiefelten Katers steht bereits fest: am 29. Juni kommt er ganz offiziell auf die Freilichtbühne am Wittekindsberg in Barkhausen.

copyright by mt-online.de

22.04.2002

Etwas vergessen?

Irgendeine Zeitung, ein Online-Magazin oder Rundfunk bzw. Fernsehen haben über uns berichtet und wir wissen es nicht? Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf: werbung@portabuehne.de

Medien in der Region

Eine Aufstellung der Medien in der Region finden Sie unter Links

©2004 by Goethe-Freilichtbühne Porta Westfalica e.V. • E-Mail: info@portabuehne.de • IMPRESSUM • Made with WEBLICATION® CMS