Zur Startseite
 

8 Frauen -Vorbericht-

Portabühne inszeniert Kriminalfarce brillant

Acht Frauen und ein Mord hat Premiere
Die acht Frauen der Portabühne bei der Probe. Foto: Kapries

Von Ralf Kapries

Minden (pri). Im Mindener Hansehaus am Papenmarkt probt die Freilichtbühne Porta zur Zeit ihr Winterstück: Die acht Frauen“ von Robert Thomas. Die Premiere ist für Samstag, 22. Januar, 20 Uhr geplant.

Die Probenarbeit mit Regisseur Detlev Schmidt liegen gut im Zeitplan, denn schon entwickelt sich in stimmige Szenen die Spannung des Kriminalstücks. An der Bühnenausstattung wird noch gebastelt. Gegenwärtig wird sie vor allem repräsentiert durch eine altrosa Couchgarnitur, die vor dem wuchtigen Kamin des Hansehauses steht. Auch ein Weihnachtsbaum ist geschmückt, denn das Stück spielt zur Weihnachtszeit in einem Landhaus in der französischen Provinz. Die Handlung folgt dem Prinzip des geschlossenen Raumes: Man ist eingeschneit, das Gittertor im Park blockiert, das Telefonkabel durchtrennt.

Die Bühne gehört diesmal acht Frauen aus dem Ensemble. Die Männer wirken hinter den Kulissen“, wie zum Beispiel Inspizient Friedhelm Schlötel. Er hat das Bühnenlicht eingeschaltet. Die - noch nicht eingerichteten - Scheinwerfer verbreiten grelle Lichtinseln und lassen einige Darstellerinnen quarkgesichtig ins Helle blinzeln und andere völlig im Dunkeln stehen. Schlötel hat anderes zu tun, denn er bosselt noch an den Ton-Einspielungen herum.

Der Regisseur lässt einzelne Szenen mit stimmungsvoller Film“-Musik untermalen, während andere Musikstücke den Handlungsfluss unterbrechen. Ähnlich wie in Francois Ozons bekannter Verfilmung 8 femmes“ (Frankreich 1999) lässt er die Darstellerinnen Chansons als Teil ihrer Selbstdarstellung singen. Er kommt damit der Zuordnung des Theaterstücks zur Farce näher, die nicht nur die realitätsnahe Handlungsfolge des Krimis nachvollziehen will.

Spannend wird es allemal: Auf dem Anwesen von Gaby und ihrem Mann Marcel versammelt sich die weibliche Verwandtschaft. Da wird der Hausherr tot aufgefunden; Selbstmord ist die erste Vermutung, doch ein Messer steckt in seinem Rücken. Schnell wird den Frauen klar, dass die Mörderin sich unter ihnen befindet.

In diesem Spannungsfeld gegenseitiger Verdächtigungen offenbaren die acht Frauen nach und nach ihre geheimen Leidenschaften. Es geht um die Frauen und um ihre Beziehungen untereinander“, erläutert Schmidt. Damit unterscheidet er sich von Ozon, der in seinem Oskar gekrönten Streifen die Frauenrollen stark typisiert und oft hart am Rande zur Klamotte vorbei laviert. Schmidt hingegen lässt Angelika Rüter, Astrid Rüter, Laura Kohlhoff, Annette Timm-Brune, Brigitte Rommelmann, Corinna Thiemann, Ina Krückemeier und Anette Splitthoff mehr Raum zu einer psychologischen Rollengestaltung. Trotzdem ist die Sorge unbegründet, beim Besuch von Die acht Frauen“ einer nervigen Beziehungskiste ausgesetzt zu sein, denn das klassische Krimisujet sorgt für Spannung.

Kartenvorbestellungen unter: 0571/71368 (Mo.-Fr. 9-13 Uhr und Mo.-Do. 14-17 Uhr oder unter www.portabuehne.de.

Aufführungen im Hansehaus jeweils um 20 Uhr: 22.., 28., 29. Januar; 4., 11., 12., 18., 19., 25., 26. Feburar; 4., 5., 11, 12., 18., und 19. März. Aufführungen um 18 Uhr: 13. und 20. März.

copyright by mt-online.de

15.01.2005

Etwas vergessen?

Irgendeine Zeitung, ein Online-Magazin oder Rundfunk bzw. Fernsehen haben über uns berichtet und wir wissen es nicht? Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf: werbung@portabuehne.de

Medien in der Region

Eine Aufstellung der Medien in der Region finden Sie unter Links

©2004 by Goethe-Freilichtbühne Porta Westfalica e.V. • E-Mail: info@portabuehne.de • IMPRESSUM • Made with WEBLICATION® CMS